OVALmedia ist ein Medienunternehmen, das seit 1998 Produktionen für öffentlich-rechtliche Sender wie ARD, ZDF, Arte und 3sat erstellt hat und auch für die Produktion von preisgekrönten Dokumentarfilmen bekannt ist. Das erfolgreiche Medienunternehmen fiel in Ungnade, als Firmengründer Robert Cibis im Jahr 2020 begann, eine Gesprächsreihe mit Coronamaßnahmenkritikern zu filmen. Im Jahr 2021 wurde daraufhin dem Unternehmen das Konto bei der Volksbank Beckum-Lippstadt gekündigt, wo Robert Cibis seit seiner Kindheit Kunde war und wo er auch das Firmen- und Spendenkonto seines Unternehmens unterhielt.
Auch dem Verein MWGFD („Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“) wurde im Februar 2021 das Konto gekündigt. Bekannt ist der Verein auch wegen zwei besonders prominenten Maßnahmenkritikern – dem Epidemiologen Prof. Dr. med. Sucharit Bhakdi und dem Finanzwissenschaftler Prof. Dr. Stefan Homburg –, die den Zusammenschluss mitgegründet haben und zu dessen Vorstand zählen.
Auch kritische Journalisten sind von unangekündigten Bankkündigungen, dem sogenannten Debanking, betroffen. So kündigte die Sparkasse Karlsruhe im Dezember 2025 das Konto des freien Journalisten und YouTubers Flavio von Witzleben, nachdem dieser ein längeres Interview mit dem Oppositionspolitikern Björn Höcke geführt hatte.
Bereits im Februar 2025 hatte die Commerzbank-Tochter Comdirect ein Spendenkonto der Publizistin und Filmemacherin Gaby Weber gekündigt, auf dem sie Gelder für Gerichtsprozesse zur Durchsetzung des Informationsfreiheitsgesetzes sammelte. Ein ähnliches Schicksal erfuhr auch Boris Reitschuster als reichweitenstarker Kritiker der Coronamaßnahmen.
Die Kündigung eines Bankkontos führt für die Betroffenen zu erheblichen finanziellen und personellen Belastungen. Geld weg, Reichweite weg und Gehälter in Gefahr. Von einem auf den anderen Tag sind kritische Journalisten und Einrichtungen vom Geldstrom abgeschnitten und müssen auf Wohlwollen bei anderen Banken hoffen.
Ohne Konto ist heute kein Unternehmen zu führen und auch im privaten Bereich ist eine Teilhabe am wirtschaftlichen Leben ohne Konto praktisch unmöglich. Mit der Einführung von digitalem Zentralbankgeld haben diejenigen, die an den Hebeln der Macht sitzen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, Zahlungsvorgänge zu steuern bzw. zu unterbinden. Die Einführung von digitalem Zentralbankgeld stellt deshalb eine riesige Gefahr für die Grundrechte informelle Selbstbestimmung, Berufsfreiheit und freie Rede dar. Für die Wahrung der Selbstbestimmung braucht es ein anonymes Zahlungsmittel. Nur Bargeld bietet diese Qualität.
Dieser Artikel wurde in der Printausgabe des Lesezeichens Ausgabe 3, April 2026 veröffentlicht. https://diebasis-bayern.de/category/lesezeichen/
