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Bauernhofsterben ist Artensterben

Warum mit den Insekten auch die Schwalben weniger werden

Seit Jahrzehnten hat das Thema Artensterben, welches heutzutage von höchsten Stellen als eine der größten Krisen unserer Zeit bezeichnet wird, wachsendes Aufsehen erregt. Neben den bisher bekannten Ursachen wie Zerstörung von Lebensraum durch Bebauung, zunehmende landwirtschaftliche Intensivierung, sowie Schädigung durch diverse Schadstoffe gelangten Forscher Anfang der 2000er-Jahre zu der Überzeugung, dass der Artenrückgang bei Insekten durch eine neue Generation von Pflanzenschutzmitteln, den Neonicotinoiden, verursacht wird. Dies führte 2019 zu einem Verbot dieser Stoffgruppe. Das Verbot hat aber nicht zu einer entscheidenden Verbesserung geführt.

Georg Brunner beschreibt auf Grundlage eigener Beobachtungen eine wenig bekannte These. Er sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem Rückgang von Bauernhöfen und dem Rückgang der Artenvielfalt. In seinem Vortrag stellt Georg Brunner dar, wie der Strukturwandel in der Landwirtschaft zum Artensterben bei zahlreichen Insektenarten beiträgt. Die Notwendigkeit etwas mehr Augenmerk auf dieses Thema zu lenken ist nach Ansicht des Referenten in der Politik und der Wissenschaft eindeutig nicht erkennbar.

Der Hopfenbauer Georg Brunner hat eigene Untersuchungen durchgeführt. Seine Beobachtungen wurden unter anderem im Bayerischen Rundfunk, in der Süddeutschen Zeitung und im Landwirtschaftlichen Wochenblatt ausführlich dargestellt. Für Georg Brunner, seit mehreren Jahren auch Beisitzer im Bund Naturschutz Freising aktiv, ist es eine Herzensangelegenheit seinen Kenntnisstand mit vielen Mitmenschen zu teilen und im Idealfall Lösungswege durch politische Entscheidungen zu erarbeiten.

Der Vortrag findet am 8.Oktober 2025 um 19 Uhr im Gasthaus zum Löwen, Landshuter Straße 66 in Freising statt. Der Eintritt ist frei.